Nun verbrachte ich also meinen Samstagnachmittag damit, mit Pamela von der Tribüne aus mein Team anzufeuern und anzufluchen. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und Pamela ist ansteckend. Leider versagte das Team kläglich, doch es war ein tolles Erlebnis. Ausserdem kenne ich mich nun in Baseball aus und kenne weitere Leute meiner Schule.
Der Sonntag verlangte jedoch sehr viel Konzentration: Ein weiterer AFS-Event fand statt. So verbrachten meine Schwester, Oskar, ich und noch einige andere Leute den Morgen damit, uns in ein Kimono zu wickeln. Der Kimono ist heutzutage nur noch auf sehr festlichen Angelegenheiten zu sehen: Die ganze Ausrüstung ist unglaublich teuer, zeitaufwendig, warm und nicht sonderlich bequem. Das ganze liegt an seinen Bestandteilen: Man trägt circa 3 Schichten Kleidung, jede eng mit einem Gurt oder Tuch um den Bauch geschnallt. Das reslutiert in eingeschränkten Gang-,Sitz- und Atemfähigkeiten. Man kann nur kleine Trippelschritte machen, Treppensteigen wird zu einem Mühsal.
Nun das ganze Brimborium hatte natürlich einen Zweck: Nach einem kleinen Mittagessen stieg man ins Auto und fuhr zu einem Haus mit wunderbaren Garten und Bewohnern, welche uns die traditionelle Teezeremonie zeigen würden.
Die japanische Teezeremonie beinhaltet ziemlich viele Bestandteile der japanischen Kultur: Blumen, Tee, Lackarbeit, Tatami-Matten und volle Konzentration. Tee gelangte vor ca 1000 Jahren mithilfe der buddhistischen Religion von China nach Japan. Man pflanzte in Kyoto den ersten Teebaum und so begann das Ganze. Wärhend eine Person Teewasser kocht und das Matcha-Pulver mithilfe eines Pinselchens in Tee verwandelt, essen alle anderen Süssigkeiten. Etwa 10 Minuten lang. Eigentlich verbringt man die gesamte Teezeremonie in der "Seiza" dem schmerzhaften Knien. Nach circa 10 Minuten wurde mein unruhiges Gezappel bemerkt und alle wurden aufgefordert, sich in eine bequemere Position zu begeben. Mit dem Kimono allerdings nicht eine einfache Sache. Der
ganze Ablauf besteht aus vielen Verbeugungen, Floskeln als Zeichen des Respekts. Man dreht die Schale in den Händen und betrachtet sie eingehend, bevor man sie vor seinen Knien wieder zu Boden stellt. Nach dem Durchlauf waren alle anwesenden Teenager erschöpft und man konnte seine Beine im malerischen Garten vertreten. Nach einem zweiten Durchgang und anschliessender Pause und Fotos gesellte man sich in den Takadapark, wo wir das Haus und Ateliers des berühmten Malers Kobayashi Kokei besichtigten. Das Googeln dieser Person überlasse ich nun dem Leser.
ganze Ablauf besteht aus vielen Verbeugungen, Floskeln als Zeichen des Respekts. Man dreht die Schale in den Händen und betrachtet sie eingehend, bevor man sie vor seinen Knien wieder zu Boden stellt. Nach dem Durchlauf waren alle anwesenden Teenager erschöpft und man konnte seine Beine im malerischen Garten vertreten. Nach einem zweiten Durchgang und anschliessender Pause und Fotos gesellte man sich in den Takadapark, wo wir das Haus und Ateliers des berühmten Malers Kobayashi Kokei besichtigten. Das Googeln dieser Person überlasse ich nun dem Leser.
Ich war froh, anschliessend den Kimono ablegen zu können, es herrschte feucht-warmes Wetter, welches das Atmen erschwert. Den gesamten Ablauf der Teezeremonien mit den richtigen Gesten erfodert viel Konzentration, so war die gesamte Gesellschaft dementsprechend müde.
Fazit: Es war ein unglaublich spannendes Erlebnis, das vor japanischer Kultur nur so strotzt. Allerdings hatte ich selten schmerzhaftere Krämpfe in den Beinen und frage mich, wie viele Krampfadern Japaner mit dem Alter haben. Kinder lernen heutzutage schon von klein auf, in der Seiza zu sitzen, doch jeder stosst an Grenzen. Ich dachte, mein Beitritt im Kendobu brächte etwas Vorteil, doch das Durchhaltevermögen der Lehrerinnen ist unschlagbar. Der Tee (Matcha), den man trinkt ist im Vergleich zu anderen ziemlich bitter, dafür hat man die Süssigkeiten (meistens Anko enthaltend) um das Ganze zu neutralisieren.









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