Nun wird es ernst: Ein Koffer- 20 kg Gepäck Limite, was kommt mit?
Natürlich zuerst einmal Gastgeschenke. In Japan wird Wert auf solche Gepflogenheiten gelegt. Da auch bei uns in der Migros mit Ostereiern und Hasen um sich geworfen wird, darf nebst der Toblerone auch kein Lindt-Goldhase fehlen. Dazu gibt's noch die passenden Schokoladen-Täfelchen mit Schweizer Sujets drauf.
Japaner lieben Kitsch. Deshalb habe ich mir bereits etwas an patriotischem Nippes zugelegt- den Rest findet sich am Flughafen. Dort finden sich so viele Ziergegenstände wie Schweizer-Gummienten, dass selbst einem Nicht-Patrioten wie mir das Herz weich wie Fonduekäse wird.
Nun muss Frau sich für Kleidung entscheiden. Glücklicherweise kann ich auf eine Skijacke verzichten- laut Klimadiagramm wird eine Regenjacke nötiger sein.
Was ebenfalls eine Menge Platz in Anspruch nimmt, sind die Berge an Dokumenten: Informationen über Japan, Regeln seitens AFS, meine Japanisch-Bücher, Passfotos, Notfallnummern und und und..
Vieles lässt sich dort kaufen, fragt sich bloss, wann ich die Gelegenheit dazu habe.
In meinen ersten 3 Tagen werde ich mich in einem Arrival-Camp in Tokyo befinden. Spaziergänge und Shoppingtrips auf eigene Faust werden vermutlich nicht erlaubt sein- sollte je Zeit dazu bleiben.
Also sollte man sich rechtzeitig für die ersten 2 Wochen Badezimmerartikel in Mini-Grösse organisieren.
Es ist nun Montag, der 16. Dezember. Ich werde nun morgen um 1 Uhr mittags die Schweiz verlassen. Seltsamerweise hat sich neben all meinen Einkäufen und Besorgungen doch noch keine Nervosität dazugesellt- Eher eine rasant ansteigende Vorfreude. Vielleicht habe ich durch meine Hello-Kitty-Blümchen-Brille noch nicht den Ernst der Lage realisiert. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Angst und Nervosität sich im stillen Dunkeln anschleichen, dann bleibt noch genügend Zeit übrig um sich in einer schlaflosen Nacht von einer Seite auf die andere zu wälzen und den Inhalt des Koffers zum 7. Mal durchzudenken.
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