Dienstag, 3. März 2015

Ende und Anfang?

Mein Abflug steht kurz bevor, doch ich kann mir nicht vorstellen, für 5 Monate die Schweiz zu verlassen. Ich denke, dieses Bewusstsein wird erst mit dem Eintreffen in die Schule und Familie eintreffen. Ich war zwar schon ohne Familie im Urlaub, jedoch habe ich mein Heimatland nie länger als 3 Wochen verlassen.
Es gibt einiges das man zurücklässt, als Preis für sein persönliches Abenteuer. Darunter gehören Freunde, Freund und enge Familie. Klar, man kommt schliesslich nach Hause zurück, doch werden die Freundschaften noch bestehen, bzw. noch dieselben sein?
Ich freue mich auf meine "neue" Familie, die natürlich nicht die eigene ersetzen kann, und es gewissermassen doch tut. Ich hoffe auf neue Freunde, die ich im Bewusstsein, sie einige Monate später wieder verlassen zu müssen, kennen lerne.
Was man dafür erhält, ist eine (hoffentlich) wunderbare und auf jeden Fall unvergessliche Zeit. Es werden Erinnerungen und Anekdoten entstehen, die man noch seinen eigenen Enkeln erzählen kann.
Man erlernt und erfährt neue Betrachtungsweisen und Wege Probleme zu lösen. Nebenbei lernt man die Sprache und Kultur kennen, die man schon immer lernen wollte.
Ist es nicht seltsam, einfach für Geld und ein bisschen bürokratischen Aufwand ein neues Leben führen zu können?
Meine grössten Zweifel betreffen nicht, die Schweiz zu verlassen, sondern zurückzukommen. Werde ich mich wieder Integrieren können? Niemand bleibt unverändert nach solchen Erfahrungen, doch inwiefern beeinflussen sie den Alltag? Solche Fragen bleiben stehen werden sich selbst erst nach meinen Eintreffen in die Schweiz beantworten.

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