Freitag, 12. Juni 2015

Sporttag Ahoi!


Auch  in Japan gibt es den alljährlichen Sporttag. Meiner fand diesen Freitag statt, und die ganze Woche war die gesamte Schule mit den Vorbereitungen beschäftigt. Dazu gehört beispielsweise das Kreiren eines Banners für jedes Team. Wir haben 15 Klassen insgesamt und teilten diese in 5 Teams ein: Schwarz, Weiss, Blau, Gelb und Rot. Meine Klasse bildete mit Emma's und einer der Erst-Jahrgänger das Team Rot. Als San-Nenn-Sei (Maturandenstufe) waren unsere T-shirts, die jeder Schüler erhielt, bedruckt. So bin ich nun im Besitz eines T-shirts mit allen Namen meiner Klasse und einigen weiteren Kanji, von denen ich aber weiss, was sie bedeuten. Die meisten Mädchen der Abschlussklassen verbringen auch viel Zeit damit, eine aufwendige Frisur zu basteln. dank tonnenweise Haarspray, Gel und Nadeln, überlebten diese sogar den Regen(einschliesslich des Glitzerpuders). Ich muss nicht wiederholen, dass es sich dabei um Japan handelt, oder?
Der Sporttag funktioniert sehr anders als bei uns: Den ganzen Tag wurden einzelne Spiele/Wettbewerbe veranstaltet, für welche man Punkte erhielt. Am Ende werden Sieger in verschiedenen Kategorien (einschliesslich des Gesamt-Ergebnisses) gekürt. Die Spiele wurden am Donnerstag geübt und vorgeführt, damit man einen reiblungslosen Ablauf erhalten SOLLTE. So war der gesamte Donnerstag einen Tag im Freien, Turnhallte und Dojo, wo wir in Blocks bestimmte Sachen planten und einübten. 
Jedes Team lernte einen Tanz und einen Song für das Team, und die Schulhymne wurde ebenfalls nochmals geprobt. Bei unserem handelte es sich um den traditionellen Fischer-Tanz aus Hokkaido. Link:http://youtu.be/lbbBR-lTA3g (und ja, den Typen am Anfang verstehe ich sogar)
Aufgrund meiner zufriedenstellenden Ergebnisse beim 100m-Lauf im Turnunterricht wurde ich zu einer der 20 Stafetten-Läufern ausgewählt. Ansonsten strengte ich mich beim Tauziehen, 3-Bein-Rennen(Man rennt zuzweit und hat je ein Bein zusammengebunden) und Reifen-Schlacht(Ja, man prügelt sich um Autoreifen, welche in der Mitte des Feldes aufgereiht sind), mächtig an. 
Das Wetter hätte allerdings besser sein können: Den Morgen durch regnete es immer wieder, mal heftiger, mal schwächer. Den Nachmittag herrschte bewölktes, aber heiss-erdrückendes Wetter. Folglich hatten nach den ersten 2 Disziplinen am Morgen alle Teilnehmer ein Aussehen nach einer Dusche. Aufgrund des Regens wurden einige Disziplinen kurzfristig abgesagt, allerdings noch am Nachmittag nachgeholt. Dies sorgte erst für ziemlichen Frust und Verwirrung. Doch am Ende bei der Übergabe der Diplome und Pokale des Rektors und anschliessender Fotosession, war die Laune auf dem ziemlichen Höhepunkt und das Energielevel auf Stufe 0. Anschliessend möchte ich nur noch hinzufühgen, dass natürlich der Tischtennis- und Baseballclub noch Training hatten. Das ist allerdings normal, diese Clubs verlangen circa 364 Tage im Jahr Einsatz: auch am 1. Januar und in den Ferien.
Mein Fazit: Der japanische Sporttag, den ich hier erlebem durfte, war der grossartigste überhaupt. Vielleicht sage ich das nur, weil es sich um Japan handelt, doch ich hatte schon selten eine solche Motivation.
Hier sieht man die japanische Definition von Sitzen: Man sitzt sllerdings nur auf den Fersen. Was man in Europa nur als kleines Kind kann, gilt hier ein lebenlang als selbstverständliche Fähigkeit. Vielleicht weil dies die einzige Methode ist, eine japanische Toilette korrekt zu benutzen.

Ich hoffe, man erkennt die Seriosität in diesem Bild.
Auch die Herren strengten sich an..


Zum Abschluss: Je ein Mitglied der jeweiligen Leader mit dem Rektor.




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