Der Sporttag funktioniert sehr anders als bei uns: Den ganzen Tag wurden einzelne Spiele/Wettbewerbe veranstaltet, für welche man Punkte erhielt. Am Ende werden Sieger in verschiedenen Kategorien (einschliesslich des Gesamt-Ergebnisses) gekürt. Die Spiele wurden am Donnerstag geübt und vorgeführt, damit man einen reiblungslosen Ablauf erhalten SOLLTE. So war der gesamte Donnerstag einen Tag im Freien, Turnhallte und Dojo, wo wir in Blocks bestimmte Sachen planten und einübten.
Jedes Team lernte einen Tanz und einen Song für das Team, und die Schulhymne wurde ebenfalls nochmals geprobt. Bei unserem handelte es sich um den traditionellen Fischer-Tanz aus Hokkaido. Link:http://youtu.be/lbbBR-lTA3g (und ja, den Typen am Anfang verstehe ich sogar)
Aufgrund meiner zufriedenstellenden Ergebnisse beim 100m-Lauf im Turnunterricht wurde ich zu einer der 20 Stafetten-Läufern ausgewählt. Ansonsten strengte ich mich beim Tauziehen, 3-Bein-Rennen(Man rennt zuzweit und hat je ein Bein zusammengebunden) und Reifen-Schlacht(Ja, man prügelt sich um Autoreifen, welche in der Mitte des Feldes aufgereiht sind), mächtig an.
Das Wetter hätte allerdings besser sein können: Den Morgen durch regnete es immer wieder, mal heftiger, mal schwächer. Den Nachmittag herrschte bewölktes, aber heiss-erdrückendes Wetter. Folglich hatten nach den ersten 2 Disziplinen am Morgen alle Teilnehmer ein Aussehen nach einer Dusche. Aufgrund des Regens wurden einige Disziplinen kurzfristig abgesagt, allerdings noch am Nachmittag nachgeholt. Dies sorgte erst für ziemlichen Frust und Verwirrung. Doch am Ende bei der Übergabe der Diplome und Pokale des Rektors und anschliessender Fotosession, war die Laune auf dem ziemlichen Höhepunkt und das Energielevel auf Stufe 0. Anschliessend möchte ich nur noch hinzufühgen, dass natürlich der Tischtennis- und Baseballclub noch Training hatten. Das ist allerdings normal, diese Clubs verlangen circa 364 Tage im Jahr Einsatz: auch am 1. Januar und in den Ferien.
Mein Fazit: Der japanische Sporttag, den ich hier erlebem durfte, war der grossartigste überhaupt. Vielleicht sage ich das nur, weil es sich um Japan handelt, doch ich hatte schon selten eine solche Motivation.

















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