Donnerstag, 30. Juli 2015

夏休み(Natsu-yasumi)

Japanische Highschool Schüler sind so ziemlich die einzigen auf der Welt, welche sich nicht auf die Sommerferien freuen. Das Schulleben geht für sie ziemlich normal weiter, auch meine Eltern sind jeden Tag in der Schule anwesenheitspflichtig. Da im Herbst die Aufnahmeprüfungen für die Universitäten beginnen, sind die Abschlussjahrgänge besonders gefordert, ausser den Schülern, welche nach der Schule zu arbeiten beginnen. Die Erst-/Zweit-klässler sind jeden Tag in ihrem Club anzutreffen, der Grund weshalb ich 2 Mal diese Woche noch zum Abschluss im Kendo war. (Und so ziemlich den Muskelkater meines Lebens habe) Es gibt aber auch Schüler, die nicht in einem Club sind, diese sitzen vermutlich aber auch nicht Zuhause herum, schliesslich sind auch ihre Eltern, Lehrer oder nicht, am arbeiten.
Japans Sommerferien sind von Ende Juli bis Ende August, 4 oder 5 Wochen. In dieser Zeit ist das Schulleben allerdings lockerer, auch im Kendo wurde herumgealbert. Es finden auch häufig Camps allerlei statt: Pamela nimmt jedes Jahr an einem English-Camp teil und derzeit trainieren auch meine Kendomitstreiter für die Wettkämpfe im Herbst ausserhalb der Schule.
Bleibt die Frage, was mache ich?
Sehr viel Sport, Essen und Herumsitzen. Meine Motivation zum Lernen hat sich mit der Kühle der Tage verflüchtigt und zum Packen ist es noch zu früh. Allerdings fragen mich bereits diverse Leute, wie mein Umzugsprozedere läuft. Ausser Aufräumen, Schulblätter abheften und den Gedanken an meine Rückkehr zu verdrängen, noch gar nicht. 
Ich bremse nun mein Alltagsleben auf eine gemütliche Geschwindigkeit herab, bin jedoch immer beschäftigt. Auch Oskar hat Ferien und der Arme war bis heute nie in einer Karaokebox. Ich dagegen habe noch nie die Burger von "Mosburger" versucht. Bei Mosburger handelt es sich um die luxuriöse Variante eines Macdonalds. Das Essen ist qualitativ hochwertiger und natürlich auch teurer. Wenn man allerdings einen Burger für 400 Yen als teuer bezeichnet, ist doch irgendetwas in den Köpfen falsch gelaufen. Jedoch sind viele Lebensmittel hier viel billiger. Das Paradebeispiel wäre dabei die Getränkeautomaten die sogar in den Bergen an jeder Strassenecke herumstehen. Während man in der Schweiz im Durchschnitt 4 CHF für ein Getränk bezahlt, ist es hier ein Viertel, erstaunlich nicht? 
Ab Samstag findet für uns AFS Schüler ein Camp in Nagaoka und Shiunji statt. Wir werden das (inter-)national berühmte Feuerwerk besichtigen, im Meer schwimmen, in einem Onsen übernachten und eine Elementarschule besuchen. Für mich Sommerferien der besonderen Art.

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